• 13.02.2026
  • Fachbeitrag

Digitale Souveränität: Best Practices von Strategie bis Compliance

Digitale Souveränität war lange vor allem ein Begriff der politischen Debatte. Heute ist sie ein praktisches Thema für IT und Security. Geopolitische Spannungen, regulatorische Unsicherheiten und gewachsene Vendor-Lock-ins stellen die operative Handlungsfähigkeit vieler Unternehmen zunehmend infrage.

Geschrieben von Markus Zeischke

Illustration zur digitalen Souveränität in Europa mit stilisierter EU-Flagge, Cloud-Symbol mit Schloss und abstrakten Netzwerkverbindungen.
Digitale Souveränität wird zum zentralen Thema für IT und Security.

Übersicht - Inhalt des Artikels:
Best Practices für Entscheider | Best Practises für IT & Security | Best Practices für Verwaltung | Vorträge zum Thema

Dabei geht es nicht um technologische Autarkie oder den vollständigen Verzicht auf externe Anbieter. Digitale Souveränität bedeutet vielmehr, technologische Entscheidungen auch dann anpassen zu können, wenn sich Rahmenbedingungen ändern. Problematisch wird es dort, wo Daten, Systeme oder Investitionen nicht mehr steuerbar sind. 

Digitale Souveränität ist dabei eng mit klassischen Schutzzielen der IT-Sicherheit verknüpft. Wenn Organisationen nicht mehr kontrollieren können, wo ihre Daten verarbeitet werden, welchem Rechtsraum sie unterliegen oder wie abhängig ihre Betriebsfähigkeit von einzelnen Anbietern ist, sind Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit nicht mehr allein technisch, sondern auch politisch und rechtlich gefährdet.

Es geht daher auch um eine Erweiterung moderner IT-Sicherheitsstrategien – über Firewalls, Verschlüsselung und Zugriffskontrollen hinaus hin zu Fragen von Rechtsraum, Zugriffsmöglichkeiten Dritter und langfristiger Betriebsfähigkeit. Moderne IT-Strategien zielen deshalb auf operative Handlungsfähigkeit: Unternehmen müssen sicherstellen, dass Daten, Prozesse und Abhängigkeiten auch bei regulatorischen Konflikten, Marktveränderungen oder Anbieterproblemen kontrollierbar bleiben.

 

Vom Schlagwort zur praktischen Umsetzungsstrategie

Treiber dieser Entwicklung sind nicht nur technologische, sondern zunehmend auch regulatorische und geopolitische Faktoren. Europäische Organisationen stehen vor der Herausforderung, Innovationsfähigkeit mit Anforderungen aus EU-Rechtsrahmen wie DSGVO oder DORA zu verbinden. Gleichzeitig rücken Fragen nach dem Zugriff ausländischer Behörden auf Daten, nach extraterritorialer Gesetzgebung und nach strukturellen Abhängigkeiten von außereuropäischen Plattformanbietern stärker in den Fokus. 

Digitale Souveränität beschreibt in diesem Kontext die Fähigkeit, moderne IT- und Cloud-Technologien zu nutzen, ohne dabei die Kontrolle über sicherheitsrelevante und regulatorisch sensible Aspekte zu verlieren. Damit das greifbar wird, hilft ein einfaches Ordnungsprinzip. In der Praxis zeigt sie sich auf drei Ebenen, die ineinandergreifen: 

 

  • Strategisch: Steuerbarkeit von Risiken und Investitionen
  • Technologisch: Operative Handlungsfähigkeit
  • Regulatorisch: Vertrauen und Compliance 
     
Grafische Darstellung eines mehrschichtigen Modells digitaler Souveränität mit den Ebenen „Strategic“, „Technological“ und „Regulatory".
Digitale Souveränität basiert auf drei Ebenen: strategisch, technologisch und regulatorisch.

Echte digitale Handlungsfähigkeit entsteht erst, wenn alle drei Ebenen zusammenspielen. Strategische Leitplanken ohne technische Umsetzbarkeit bleiben reine Theorie. Technische Exzellenz ohne Governance führt zu neuen Abhängigkeiten. Und ohne nachweisbare Compliance bleibt Souveränität gegenüber Aufsichtsbehörden und Partnern unglaubwürdig. 

Die folgenden Best Practices geben eine Orientierung, wie Unternehmen Abhängigkeiten reduzieren, Risiken besser steuern und ihre IT langfristig widerstandsfähiger machen können. 
 

Best Practices für Strategen und Entscheider: Souveränität steuerbar machen

Auf Führungsebene beginnt digitale Souveränität nicht bei der Technologie, sondern mit Transparenz. Abhängigkeiten entstehen selten bewusst. Meist wachsen sie schrittweise – durch Budgetentscheidungen, Architekturvorgaben und kurzfristige Effizienzgewinne. Wer Souveränität sichern will, muss diese Abhängigkeiten sichtbar und steuerbar machen.

Diese sind nicht nur ein betriebswirtschaftliches Risiko, sondern auch ein Sicherheitsrisiko. Wenn geschäftskritische Systeme oder sensible Daten vollständig an einzelne Anbieter oder Rechtsräume gebunden sind, können regulatorische Konflikte, Sanktionen oder politische Spannungen unmittelbare Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Systemen und den Schutz sensibler Informationen haben.

 

1. Souveränität messbar machen über den Anteil flexibel nutzbarer IT-Ausgaben

Technologische Lock-ins entstehen oft nicht in der Architektur, sondern im Budget. Investitionen fließen über Jahre in Plattformen, Lizenzen und Integrationen, die einen späteren Wechsel immer unwahrscheinlicher machen.

Hilfreich ist daher eine einfache Kennzahl, die zeigt, welcher Teil der IT-Ausgaben in stark gebundene Lösungen fließt und welcher Teil in Systeme, die sich vergleichsweise leicht austauschen oder bei anderen Anbietern betreiben lassen. So wird sichtbar, wo Abhängigkeiten wachsen und wo bewusst in Flexibilität investiert wird.

Wirkung: Digitale Souveränität wird zu einer steuerbaren Managementgröße statt zu einem rein technischen Detail. 

 

2. Geopolitisches Layering für kritische Systeme 

Cloud- und Plattformstrategien werden häufig primär unter Kosten- und Innovationsaspekten entwickelt. Politische und rechtliche Risiken spielen dagegen oft eine untergeordnete Rolle, bis sie plötzlich relevant werden. 

Ein zukunftsfähiger Ansatz ist das bewusste Verteilen kritischer Workloads, Datenbestände und Backups auf unterschiedliche rechtliche und geopolitische Räume sowie auf mindestens eine unabhängig betreibbare Umgebung. So entsteht eine Architektur, die nicht vollständig von einem einzelnen Rechtsraum, Markt oder regulatorischen Umfeld abhängig ist. 

Neben regulatorischer Resilienz stärkt dieser Ansatz auch die sicherheitstechnische Verfügbarkeit. Fällt ein Anbieter, ein Rechtsraum oder eine Region aus, bleiben geschäftskritische Prozesse weiterhin betreibbar. Gleichzeitig reduziert sich das Risiko, dass sensible Daten ausschließlich einem einzelnen, potenziell fremden Rechtszugriff unterliegen. 

Wirkung: Organisationen gewinnen Resilienz gegenüber Sanktionen, Handelskonflikten, regulatorischen Eingriffen oder plötzlichen Marktbeschränkungen. 

 

3. KI-Governance und Modell-Hoheit sichern 

Mit dem Einsatz von KI entstehen neue Abhängigkeiten. Geschäftsprozesse, die auf externen KI-Modellen basieren, können sich schnell ändern, etwa durch neue Preise, veränderte Nutzungsbedingungen oder eingeschränkten Zugriff. 

Gerade bei sensiblen Daten oder sicherheitsrelevanten Entscheidungsprozessen stellt sich zudem die Frage nach Datenabfluss, Nachvollziehbarkeit und regulatorischer Kontrolle. Wenn Modelle in nicht kontrollierbaren Umgebungen betrieben werden oder Trainingsdaten unklar sind, können auch Compliance- und Sicherheitsanforderungen verletzt werden. 

Digitale Souveränität im Umgang mit KI bedeutet daher, dass wichtige Anwendungsfälle nicht vollständig von externen, proprietären Modellen abhängen. Wo möglich, sollten Unternehmen in der Lage sein, auf alternative, offen verfügbare oder selbst betriebene Modelle auszuweichen – zumindest bei zentralen Prozessen. 

Wirkung: Unternehmen behalten ihre Handlungsfähigkeit auch dann, wenn sich Marktbedingungen oder Nutzungsregeln im KI-Ökosystem ändern. 

Abschließend lässt sich sagen, strategische Souveränität bedeutet nicht, jede Technologie selbst zu betreiben. Sie bedeutet, jederzeit echte Wahlmöglichkeiten zu besitzen und nicht erst im Krisenfall festzustellen, dass Alternativen fehlen.

Best Practices für IT und Security: Souveränität architektonisch absichern

Strategische Leitplanken allein reichen nicht aus. Entscheidend ist, ob sich Systeme im Ernstfall tatsächlich neu aufbauen oder ersetzen lassen. Genau daran zeigt sich, ob Architekturentscheidungen langfristig handlungsfähig machen oder neue Abhängigkeiten schaffen. Technische Souveränität bedeutet daher vor allem eines: Austauschbarkeit als bewusstes Designprinzip

Technische Souveränität ist dabei kein Gegenentwurf zu IT-Sicherheit, sondern deren strukturelle Erweiterung. Während klassische Security-Maßnahmen Systeme gegen Angriffe absichern, zielt digitale Souveränität darauf ab, strukturelle Abhängigkeiten zu reduzieren, die im Krisenfall selbst zum Sicherheitsrisiko werden können.

 

1. Infrastruktur providerunabhängig definieren

Viele Cloud-Umgebungen wirken flexibel, sind aber faktisch eng an die Besonderheiten einzelner Plattformen gebunden. Proprietäre Dienste, spezifische Konfigurationslogiken oder manuelle Setups erschweren einen Wechsel erheblich.

Eine zentrale Best Practice ist es, Infrastruktur auf Basis offener oder gängiger Standards zu beschreiben. Ziel ist eine Umgebung, die sich mit überschaubarem Aufwand bei verschiedenen Anbietern oder im eigenen Betrieb neu aufbauen lässt. Entscheidend ist dabei nicht, dass alles identisch ist, sondern dass ein Neuaufbau grundsätzlich möglich bleibt. 

Wirkung: Infrastruktur wird rekonfigurierbar statt fest verdrahtet und damit strategisch beweglich. 

 

2. API-Abstraktion zur Entkopplung externer Dienste

Geschäftskritische Anwendungen sind häufig direkt an externe Dienste angebunden, etwa für Kommunikation, Datenverarbeitung oder Identitätsfunktionen. Ändert sich ein solcher Dienst, wird eingeschränkt oder eingestellt, wirkt sich das unmittelbar auf die Anwendung aus. 

Abhilfe schaffen eigene Schnittstellen oder Abstraktionsschichten zwischen Anwendung und externen Diensten. Die Anwendung greift nur auf diese interne Schnittstelle zu, während der dahinterliegende Dienst bei Bedarf ausgetauscht oder ergänzt werden kann, ohne die Kernlogik zu verändern. 

Wirkung: Anbieterwechsel oder Dienstanpassungen werden zu Integrationsprojekten, nicht zu kompletten Neuentwicklungen. 

 

3. Transparenz in der Software-Lieferkette durch automatisierte SBOM-Prüfungen

Moderne Software besteht zu großen Teilen aus Drittkomponenten. Ohne Transparenz über diese Abhängigkeiten entstehen Sicherheits- und Compliance-Risiken, die oft erst im Ernstfall sichtbar werden.

Ein wirksamer Ansatz ist die automatisierte Erfassung und Prüfung von Software-Stücklisten entlang der Entwicklungs- und Deployment-Prozesse. So werden bekannte Schwachstellen, veraltete Komponenten oder unerwünschte Abhängigkeiten frühzeitig erkannt. 

Wirkung: Organisationen gewinnen Kontrolle über ihre Software-Lieferkette und reduzieren das Risiko unbemerkter Fremdabhängigkeiten.

 

4. Identitäten robust und unabhängig gestalten

Identität ist der Schlüssel zu nahezu allen digitalen Systemen. Ist dieser Zugang vollständig an einen einzelnen zentralen Dienst gebunden, entsteht eine besonders kritische Abhängigkeit. 

Gerade im Kontext moderner Zero-Trust-Architekturen wird deutlich, wie kritisch diese Abhängigkeit ist: Wenn Identitätsdienste ausfallen oder regulatorisch eingeschränkt werden, können selbst funktionierende Fachanwendungen nicht mehr genutzt werden. Souveräne Identitätsarchitekturen erhöhen damit nicht nur Resilienz, sondern sichern unmittelbar die betriebliche Verfügbarkeit. 

Souveräne Identitätslösungen setzen deshalb auf mehrere, miteinander kombinierbare Zugangswege. Ziel ist, dass Anmeldung und Rechtevergabe nicht von einem einzelnen externen Dienst abhängen, sondern auch bei Störungen, Ausfällen oder Anbieterproblemen zuverlässig funktionieren. 

Wirkung: Zugriffs- und Arbeitsfähigkeit bleibt auch in Ausnahmesituationen erhalten. 

Es lässt sich feststellen, dass technische Souveränität sich nicht darin zeigt, wie modern eine Plattform ist, sondern darin, ob Systeme ersetzbar sind. Architektur wird damit zum zentralen Hebel digitaler Handlungsfähigkeit.

Best Practices für Verwaltung und Compliance: Souveränität nachweisbar machen

Digitale Souveränität endet nicht bei Strategie und Architektur. Gerade in regulierten Bereichen und im öffentlichen Sektor muss sie nachweisbar sein. Unternehmen müssen zeigen können, dass sie ihre Daten, Systeme und Abhängigkeiten tatsächlich unter Kontrolle haben und das nicht nur behaupten.  

Gerade durch europäische Regulierungen wie NIS2, DORA oder branchenspezifische Sicherheitsvorgaben wird von Organisationen zunehmend erwartet, ihre Abhängigkeiten, Lieferketten und Betriebsmodelle auch unter Sicherheitsgesichtspunkten transparent und steuerbar zu halten.

Regulatorische Souveränität bedeutet deshalb vor allem: Transparenz, Nachvollziehbarkeit und überprüfbare Standards

 

1. Open-Source- und Standardorientierung in der Beschaffung

Öffentliche Einrichtungen und stark regulierte Organisationen stehen vor der Herausforderung, langfristige Abhängigkeiten aus Steuermitteln oder kritischen Budgets zu vermeiden. Proprietäre Lösungen ohne Einblick in Funktionsweise oder Weiterentwicklung können hier zum strukturellen Risiko werden.

Ein bewährter Ansatz ist die konsequente Berücksichtigung von Lösungen, die auf offenen Standards basieren oder deren Quellcode zugänglich ist. Das bedeutet nicht zwangsläufig Eigenbetrieb, wohl aber die Sicherstellung, dass Weiterentwicklung, Wartung oder Anbieterwechsel nicht ausschließlich von einem einzelnen Hersteller abhängen.

Wirkung: Langfristige Kontrolle über technologische Grundlagen statt dauerhafter struktureller Abhängigkeit.

 

2. Zweckbindung von Daten technisch durchsetzen

Viele regulatorische Anforderungen, etwa im Kontext von Datenschutz oder Datenökosystemen, verlangen eine klare Zweckbindung von Daten. In der Praxis wird diese jedoch häufig nur organisatorisch geregelt und ist technisch kaum abgesichert.

Souveräne Datenarchitekturen setzen hier an und verankern Zweckbindung direkt in der Systemlogik. Datenzugriffe werden an klar definierte Rollen, Kontexte und Verwendungszwecke gekoppelt. Nach Ablauf oder Zweckänderung kann der Zugriff technisch eingeschränkt oder entzogen werden.

Wirkung: Compliance wird nicht nur dokumentiert, sondern systemisch umgesetzt – im Sinne von echtem „Compliance by Design“. 

 

3. Regelmäßige Souveränitäts- und Compliance-Audits

Selbsteinschätzungen reichen in sensiblen Bereichen nicht aus. Vertrauen entsteht dort, wo Sicherheits- und Souveränitätsmaßnahmen anhand anerkannter Kriterien überprüft werden. 

Regelmäßige Prüfungen kritischer Systeme helfen dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und die eigene Situation gegenüber Aufsichtsbehörden, Partnern und der Öffentlichkeit nachvollziehbar darzustellen. Dabei geht es nicht nur um IT-Sicherheit, sondern auch um den Umgang mit Daten, Abhängigkeiten von Anbietern und die organisatorische Steuerbarkeit. 

Die Prüfungen unterstützen dabei nicht nur Compliance, sondern auch die kontinuierliche Bewertung sicherheitsrelevanter Abhängigkeiten, etwa von einzelnen Cloud-Anbietern, kritischen Dienstleistern oder proprietären Sicherheitsdiensten.

Wirkung: Digitale Souveränität wird überprüfbar und damit zu einem belastbaren Vertrauensfaktor. 

Abschließend lässt sich sagen, dass digitale Souveränität erst dann real wird, wenn sie nicht nur technisch existiert, sondern auch nachweisbar ist. Transparenz und überprüfbare Standards sind dafür die Grundlage. 

Digitale Souveränität ist keine Entscheidung, sondern eine Fähigkeit

Digitale Souveränität entsteht nicht durch eine einzelne Technologieentscheidung und auch nicht durch den vollständigen Verzicht auf externe Anbieter. In einer vernetzten digitalen Welt ist Zusammenarbeit selbstverständlich, Abhängigkeit jedoch sollte niemals alternativlos sein. 

In diesem Sinne wird digitale Souveränität zu einer erweiterten Sicherheitsdisziplin. Sie betrachtet nicht nur Bedrohungen durch Angreifer, sondern auch strukturelle Risiken durch technologische, rechtliche und geopolitische Abhängigkeiten. Organisationen, die diese Dimension aktiv managen, erhöhen nicht nur ihre Resilienz, sondern stärken auch nachhaltig Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit ihrer Systeme. 

Der Kern digitaler Souveränität liegt in der Fähigkeit zur Wahl. Organisationen bleiben handlungsfähig, wenn sie Abhängigkeiten kennen, Alternativen vorbereiten und ihre Architektur so gestalten, dass Veränderungen möglich sind. Diese Fähigkeit zeigt sich auf mehreren Ebenen: 

  • Strategisch, wenn Investitionen bewusst gesteuert und Risiken sichtbar gemacht werden
  • Technisch, wenn Systeme beweglich, ersetzbar und neu aufbaubar bleiben
  • Regulatorisch, wenn Kontrolle, Sicherheit und Compliance nachweisbar sind 

Digitale Souveränität ist damit weniger ein Zielzustand als eine kontinuierliche Disziplin. Sie verlangt regelmäßige Neubewertung von Abhängigkeiten, Architekturentscheidungen und regulatorischen Anforderungen. Wer diesen Prozess aktiv gestaltet, gewinnt nicht nur Resilienz, sondern auch langfristige Innovationsfreiheit. 

Am Ende zeigt sich Souveränität nicht darin, welchen Anbieter eine Organisation nutzt, sondern darin, dass sie ihn wechseln könnte, ohne ihre Handlungsfähigkeit zu verlieren.